Coronagedanken

Wir werden auf uns selbst zurückgeworfen. Viele Fluchtwege aus Arbeit und Freizeitaktivitäten sind uns abgeschnitten. Menschen in Verantwortung für andere Menschen stehen hilflos und überfordert passiv. Eine Ausnahmesituation spitzt sich immer weiter zu, und für viele ist sie sehr bedrohlich. Die Sterntalerin im Märchen hatte auch alles verloren, aber sie konnte umhergehen und das letzte geben und verteilen und somit die Not der anderen lindern. Und wurde reich beschenkt, völlig unerwartet. Und lebte in Reichtum bis ans Lebensende, ohne es eingeplant zu haben. Jeder Mensch an seinem Platz kann etwas geben, und es kann unerwartet viel bewirken. Das holt uns aus der Ohnmacht. In die Hoffnung.

Nun aber bleiben Glaube, Hoffnung, Liebe, diese drei; aber die Liebe ist die größte unter ihnen.1 Korinther 13:13

Mitmensch

Bitte nimm mir nicht meinen Schmerz, sondern hilf mir, ihn zu fühlen, so dass er selber gehen kann.

Textempfehlung im Buch: Kapitel VI Einklang

Mit Tränen bringen wir die Saat aus, doch jubeln dürfen wir, wenn die Zeit der Ernte kommt. (Psalm 126,5)

Wissen ist Macht – Weisheit ist Liebe

Die eigene Bestimmung zu erkennen, heißt, die Frucht bringen dürfen, zu der man befähigt ist – so könnte der Sinn des Lebens beschrieben werden. Für jeden Menschen ist die Antwort individuell, auch der Weg und die Erfahrung. Und wie vereinbart es sich mit den Mitmenschen, die auch unterwegs sind auf ihrem Weg – „leben inmitten von Leben, das leben will“ hat Albert Schweitzer das genannt. Einander zu helfen, Verletzungen zu überwinden und das eigene Licht unter dem Scheffel hervorzuholen, wäre der Idealfall. Wir schaffen das nicht ständig, so kann es wie auf dem Foto passieren, dass Schnee auf die zu späte Frucht fällt. Dann hilft nur eins – sich immer wieder aussöhnen mit Widrigkeiten und festhalten am Erreichten, nicht infrage stellen, sondern beharrlich und liebevoll den nächsten Schritt wagen.

Textempfehlung im Buch: Kapitel V „Neubeginn“

Ich meine aber das: Wer da kärglich sät, der wird auch kärglich ernten; und wer da sät im Segen, der wird auch ernten im Segen. (2. Korinther 9:6)


Lieben lernen – die transgenerationale Okkupation beenden


Den Frieden lasse ich euch, meinen Frieden gebe ich euch. Nicht gebe ich euch, wie die Welt gibt. Euer Herz erschrecke nicht und fürchte sich nicht. (Johannes 14:27)

Ich muss nicht länger
eifersüchtig hassen

darf Kriegsgefühle
verklingen lassen

befreit kann ich in
Freude schwingen

Deinen Frieden
zur Welt bringen

Es wurde und wird sehr viel berichet, geforscht und herausgefunden über die Auswirkungen von Krieg und Trauma im menschlichen Körper, in den zwischenmenschlichen Beziehungen, im gesellschaftlichen Kontext.

Was hat die Vergangenheit unserer Ahnen mit unserem eigenen Leben zu tun? Es kann sehr heilsam sein, sich dieser Frage zu stellen. Es geht dabei nicht darum, Menschen anzuklagen, sondern darum, die Schuld aufzudecken, deren Auswirkung die Folgegenerationen tragen müssen, weil sie bisher der Vergebung unbekannt geblieben ist.

Textempfehlung im Buch: Kapitel III Aufarbeitung

„Wo aber derselben Vergebung ist, da ist nicht mehr Opfer für die Sünde.“ (Hebräer 10:18)

Bibel und Blumen – erste Lesung zur Sterntalerin